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Echt Kölsch - Karneval - Stimmungs-Hits - Ballermann - live Gesang - Sitzungen - Köln - Mundart - Echt Kölsch

"Echt Kölsch" ... Karnevals- und Stimmungs-Hits

„Echt Kölsch“ bringt Stimmung! 

Ob Lieder wie "Superjeilezick", "Dat Trömmelche", "Mer losse de Dom en Kölle", "Hey Kölle, do bes a Jeföhl!", „Dat Wasser von Kölle“, „Echte Fründe“, „Viva Colonia“ oder Hits wie "Hey, Baby" – „Echt Kölsch“ sind musikalisch und stimmlich kaum von den Original-Interpreten zu unterscheiden. Da sind Karneval und Stimmung garantiert!

„De Bläck Fööss“, „De Höhner“, „Brings“, „De Kolibris“, „De Paveier“, „De Räuber“ oder auch einmal „D.J. Ötzi“ werden durch die beiden Stimmungsmacher "Paddy Echt" und "Pitter Kölsch" interpretiert wie von keinem anderen.

Und weil sie nur die absoluten Super-Hits spielen, kann garantiert jeder mitsingen!

         1 Show-Block (ca. 30 Min.)         499 €

         2 Show-Blöcke (2 x 30 Min.)       799 €

Ihre unverbindliche Anfrage über: EchtKoelsch@Kuenstlerteam.com

 

Für die Show muss eine Beschallungsanlage mit CD-Player und 2 (Funk-) Mikrofonen zur Verfügung stehen. Sollte dieses Equipment nicht vorhanden sein, bringen die beiden Sänger gerne eine professionelle Anlage (bis ca. 250 Personen) gegen geringen Aufpreis mit.

 

Solo-Programm "Pitter Kölsch"

 

Alle Preise inkl. 7 % USt. und gelten für Privatpersonen! Für Gewerbetreibende und Firmen müssen wir 19 % USt. berechnen, wobei der Nettobetrag gleich bleibt. Die o.g. Preise beziehen sich auf den Raum Köln. Für Auftritte, die außerhalb der Stadtgrenzen stattfinden, werden geringe Fahrtkosten berechnet, die wir Ihnen gerne auf Anfrage mitteilen.Echt Kölsch - Karneval - Stimmungs-Hits - Ballermann - live Gesang - Sitzungen - Köln - Mundart - Echt Kölsch

 

 

 

Und hier noch einige Informationen rund um Köln und den Karneval:

Alaaf
Erstmals im 16. Jahrhundert durch den Fürsten Metternich in einer Bittschrift verwendet (Cöllen al aff = Köln über alles). Im Karneval 1733 als Lob- und Trinkspruch nachgewiesen: "Köllen Alaaf" wird übersetzt mit "Köln allein" - die alte Stadt vornean! Da einmaliges Rufen nicht reicht, wird Köln gleich dreimal "hochgerufen!" Übrigens: Bis vor etwa 20 Jahren hieß es immer: "Köllen alaaf!". Das "n" wurde hernach einfach weggelassen!

Kölner Karneval

Der Kölner Karneval ist fast so alt, wie die Geschichte der Stadt selbst. So organisiert wie heute, feiert man jedoch erst seit 178 Jahren.
Griechen und Römer feierten Dionysos und Saturn zu Ehren fröhliche Frühlingsfeste mit Wein, Weib und Gesang. Die Germanen feierten die Wintersonnenwende als Huldigung der Götter und Vertreibung der bösen Winterdämonen. Später übernahmen die Christen die heidnischen Bräuche. Die vorösterliche Fastenzeit wurde mit der Fastnacht oder dem Karneval (carne vale = Fleisch lebe wohl!) eingeläutet.
Im Mittelalter nahmen die Fastnachtsfreuden, die "Mummerei", oft drastische Formen an, sehr zum Verdruß von Rat und Kirche der Stadt. Verbote und Verordnungen halfen wenig, es wurde wild und fröhlich gefeiert.
 

Zum lustigen Straßenkarneval gesellten sich im 18. Jahrhundert die sogenannten "Redouten" nach venezianischem Vorbild, ausgelassene Masken- und Kostümbälle, die zunächst dem Adel und dem reichen Bürgertum vorbehalten waren. 1736 gab es in Köln die erste Redoute in einem Adelshaus am Neumarkt.
Knapp 50 Jahre später wurde Köln von den französischen Revolutionstruppen erobert. Doch erlaubte die neue Obrigkeit den Einheimischen "de faire son tour", ihre jecken Umzüge zu machen. Die Preußen, die kurz darauf das Sagen hatten, waren strenger, was die Kölner nicht abhielt, ihre närrische Tradition zu pflegen. Der Karneval wurde romantisiert und verbürgerlicht. Er wurde geordnet! Mit dem "Held Karneval", unser heutiger Prinz, kam zudem eine neue Idee hinzu.

1823 wurde das "Festordnende Komitee" gegründet. Am 10. Februar des Jahres feierte Köln den ersten Rosenmontagszug unter dem Motto "Thronbesteigung des Helden Carneval". Mit dabei waren die Roten Funken, die einstigen Stadtsoldaten, die sich auch gerade als Gesellschaft etabliert hatten, das Geckenberndchen von den Hillige Knäächte un Mägde, Jan von Werth und Kölner "Bauer und Jungfrau", als Erinnerung an die ehemals Freie Reichsstadt Köln. Damals, wie heute, steckte ein Mann im Kostüm der Jungfrau. Nach der Gründung des Festkomitees waren die Kölner nicht mehr zu halten. Eine Karnevalsgesellschaft nach der anderen entstand. 1860 geht der erste "Geisterzug" am Abend des Karnevalssamstag. Auch nach der Jahrhundertwende hielt die "Gründerzeit" der Narren an. 1902 entstand die Ehrengarde, als Begleittruppe von Bauer und Jungfrau. 1906 bekam Prinz Karneval seine Prinzengarde. Weitere Gesellschaften etablierten sich. Willi Ostermann mit seinen Liedern und die originelle Grete Fluss machten den Kölner Karneval über die Stadtgrenzen hinaus berühmt.

Die "Sitzungen" mit Büttenrednern und Liedersängern überbrückten die Zeit vom "11.11.", der Sessionseröffnung des Karnevals, bis zum Höhepunkt am Rosenmontag. So ist es noch heute. Nun sind Gruppen wie Bläck Fööss, Höhner und Paveier, das Rumpelstilzchen oder der Werbefachmann, die Markenzeichen der "fünften Kölner Jahreszeit". Weltberühmt ist der "Stippeföttchen-Tanz" der Roten Funken, eine Persiflage auf strammes Soldatentum.
Mittlerweile gibt es ca. 160 Karnevalsgesellschaften, Heimatvereine, Viertelgemeinschaften, die das "vaterstädtische" Fest in rund 500 Sitzungen, Bällen und Umzügen feiern.
Höhepunkt ist noch immer der Rosenmontagszug.

Et Dreigestirn - Se dun et jo nur för Kölle

Das Kölner Dreigestirn bildet einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Kultur und zum Charakter unserer Vaterstadt Köln.

Natürlich hat sich die Stellung der Dreigestirne im Laufe der Zeit gewandelt. Früher waren Prinz, Bauer und Jungfrau nur wenige Tage im Amt, heute viele Wochen. Sie müssen in dieser Zeit Beruf und Familie hinter sich lassen und werden zum viel umjubelten Kölner Dreigestirn.

Alle ehemaligen Dreigestirne haben in ihrer Session alles gegeben zu Ehre Kölns und um den Menschen dieser Stadt ein Höchstmaß an Freude zu bereiten. Ihnen allen gebührt Dank und Anerkennung.

Wir präsentieren Ihnen hier Namen und Bilder ehemaliger Prinzen, Bauern und Jungfrauen. Leider sind trotz jahrelanger Recherche Bilder und Namen nicht lückenlos.

Aschermittwoch

Aschermittwoch

Seit dem 7. Jahrhundert beginnt am Aschermittwoch die Fastenzeit. An diesem Tag bekamen die Büßer Asche aufs Haupt gestreut. Seit dem Ende des 11. Jahrhunderts ließen sich hauptsächlich die Priester geweihte Asche zum Zeichen des Schuldbewusstseins aufs Haupt streuen.

In vielen Kulturen gilt Asche als Symbol der Vergänglichkeit. Im Christentum wurde sie zum Zeichen der Buße, soll aber auch gleichzeitig an die Vergänglichkeit des Menschen erinnern. Der Brauch das Haupt mit Asche zu bestreuen wurde später in den Ritus des Aschenkreuzes verwandelt. Der Sinn des Aschenkreuzes ist es, dass der Mensch sich nach all dem ausgelassenen Feiern wieder auf sich selbst besinnen soll, denn mit der Fastenzeit beginnt die Zeit der Besinnung und der Vorbereitung auf das Osterfest.

Die Katholischen Künstler in Köln wie Maler, Bildhauer, Schriftsteller, Architekten usw. begehen am Aschermittwoch in St. Kunibert den „Aschermittwoch der Künstler“ mit einem Gottesdienst, den traditionell der Erzbischof zelebriert.

Die Kölner Karnevalsgesellschaften schließen am Aschermittwoch die Session mit einem Fischessen ab. Hier lässt man bei einem gemeinsamen Kehraus die vergangenen Veranstaltungen noch einmal Revue passieren. Manche Gesellschaften begraben noch einmal intern den Nubbel, und es wird auch noch mal wehmütig, weil nun alles vorbei ist, ein Karnevalslied gesungen. Danach beginnen die Unentwegten schon wieder Pläne für die neue Session zu schmieden, während die anderen nur auf den anschließenden Erholungsurlaub vom Karneval warten. Viele Gesellschaften sind dazu übergegangen, das Fischessen auf das Wochenende zu verlegen, damit die Mitglieder sich erst einmal ausschlafen können, denn abgekämpft ist jeder am Aschermittwoch von den „Strapazen“ der Session.

Der Karneval von seinen Anfängen bis zur Reform

Die römische Kolonie Colonia Claudia Ara Agrippinensium hatte als Hauptstadt der Provinz Niedergermaniens u.a. die Aufgabe, die kulturelle Überlegenheit des Römischen Reiches nach außen zu dokumentieren. So war die Stadt von Anfang an weltoffen. Bis Skandinavien und weit in das rechtsrheinische germanische Gebiet bestanden wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen. Aus Italien strömten Besucher aller Art nach Köln (Soldaten, Händler, Gewerbetreibende usw.), die zum Teil hier sesshaft wurden. Durch die Fremden kamen kulturelle Einflüsse aus dem fernen Süden, Osten und Norden in die römische Kolonie am Rhein. So ist es nicht verwunderlich, dass im römischen Köln auch Gottheiten verehrt wurden, die aus dem keltischen, germanischen und grichisch-orientalischen Kulturkreis kamen. So bunt gemischt wie die Einwohner waren, so bunt gemischt war auch die Götterverehrung.

Als Kolonie hatte Köln das Recht, die gleichen Feste zu feiern wie Rom. Dazu gehörte unter anderem das Fest der Saturnalien, das vom 17. – 19. Dezember gefeiert wurde (meistens dehnte es sich sogar eine ganze Woche aus). Es war ein bedeutendes Freudenfest der antiken Welt und sollte an die Zeit der Herrschaft des Gottes Saturn erinnern, in der es noch keine Sklaven gab. An diesen Tagen war es nicht erlaubt etwas ernsthaftes oder Wichtiges zu tun. Die Arbeit in der ganzen Stadt ruhte und die Schulen blieben geschlossen. Alle waren fröhlich, lärmten, tranken, sangen, tanzten, spielten und scherzten. Männer und Frauen, Herren und Sklaven tauschten die Kleidung. Die freien Bürger bewirteten an diesen Tagen die Sklaven. Das Fest der Saturnalien, an dem die streng geübte Hierarchie ins Gegenteil gekehrt wurde, war eine Art Karneval der antiken Welt.

Die Römer veranstalteten an diesem Tag auch einen Umzug, in dem hier in Köln ein Schiffskarren mitgeführt wurde, der carrus navalis. Von diesem kultischen Schiffskarren leitet sich vermutlich das Wort Karneval ab. Dieser Schiffskarren war ein kunstvoll gezimmertes Schiff, dass auf einem Wagen gezogen wurde. Es war in grell bunten Farben bemalt und es wurden Figuren der Göttinnen Isis und Nerthus darauf mit geführt. Isis wurde als ägyptische Göttin der Fruchtbarkeit und des Todes verehrt und Nerthus als germanische Fruchtbarkeitsgöttin. Die Römer taten sich mit dem ägyptischen Isiskult etwas schwer, daher haben sie ihn mit dem Gott Saturn verbunden. Wie die römische Mythologie behauptet, brachte der Gott Saturn mit seiner milden Herrschaft den Menschen Freiheit und Glückseligkeit.

Der Schiffskarren mit Isis und Nerthus wurde von verkleideten und lärmenden Menschen begleitet, sowie von einer aufreizenden Musik von Handpauken, Zimbeln, Flöten und Rasseln. Vielleicht sollte damit der Tod verbannt oder verscheucht werden, denn der Göttin Isis sagte man eine magische Kraft zum Reich der Toten nach. Hier wurde mit Übermut gegen den Tod gekämpft. Durch dieses Fest wurde der Lebenswille der Römer gewaltig gesteigert.

Die Saturnalien wurden noch bis ins 4. Jahrhundert gefeiert. Durch griechischen Einfluss wurde aus dem Fest allerdings mehr und mehr ein Karnevalstreiben. Der Isiskult verband sich später mit dem Kaiserkult. Unter Kaiser Konstantin wurde das Christentum (343) zur Staatsreligion ernannt. Von da ab vermischten sich allmählich heidnische und christliche Bräuche miteinander.

Im keltisch-germanischen Kulturraum war das Frühjahr die Zeit der Vertreibung böswilliger Winterdämonen. Mit dem Lärm und Feuer rückte man gegen sie aus. Unter der Maske von Bock, Hirsch und Bär, die den Fruchtbarkeitsgottheiten heilig waren, wurde der Winter ausgepeitscht. Der christlichen Welt war dieses „Teufelswerk“ fremd, darum ordnete sie den Karneval der Liturgie des Kirchenjahres unter. Der Karneval bekam nun einen tieferen Sinn, weil er vor den Beginn der Fastenzeit gelegt wurde. Trotzdem ist in der christlichen Fastnacht bis heute ein heidnischer Anklang spürbar geblieben, wie z.B. das Tragen von Masken, das Zechen, Lärmen und Umhertollen. Im Mittelalter versuchte die Kirche mehr und mehr diese alten Bräuche zu verdrängen. Köln war schließlich Bischofssitz, und die Kirche hatte einen starken Einfluss auf das Leben in der Stadt.

Im Mittelalter war der Fastabend sehr wörtlich zu nehmen, als der Abend vor der großen Fastenzeit. Erst im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte dehnte sich das Fest aus. Das Fastnachtstreiben nahm dann im Laufe der Zeit offensichtlich unliebsame Formen an. Nicht nur, dass die Stadt nicht mehr gewillt war Zuschüsse für das Fest zu zahlen (städt. Protokoll von 1341 und mehrfach danach), das Fest wurde sogar wiederholt verboten. Das Motiv für das Verbot war weniger eine gesunkene Moral, als das Streben nach Sicherheit. Die Angst, dass sich unter der Narrenkappe Diebe und Spione in die Stadt schleichen könnten war begründet.

Auch die Kirche feierte Fastnacht, obwohl sie vielfach gegen dieses „teuflische Treiben“ wetterte. So war es im Mittelalter üblich, dass im Dom und in den Stiftskirchen von der niederen Geistlichkeit ein "Narrenpapst“ oder „Narrenbischof“ gewählt wurde. Man ließ ihn auf einem Esel in die Kirche reiten. Es sollte die scherzhafte Umkehrung der strengen kirchlichen Hierarchie sein. Es folgte ein Lobgesang auf den Esel und ein Gottesdienst wie üblich. Hier sind Verbindungen zu den römischen Saturnalien erkennbar, wo freie Bürger und Sklaven die Rollen tauschten. Da unsere religiöse Haltung eine andere ist, als die der Menschen im Mittelalter, wäre dieser Brauch heute nicht mehr denkbar.

Die religiösen Bruderschaften veranstalteten im Mittelalter zur Fastnacht Figuralprozessionen in unterschiedlicher Verkleidung. Diese Prozessionen, in denen Männer in Frauenkleidern oftmals zu einem Ärgernis der Kirchenoberen wurden, ähnelten einer fastnachtlichen Kappenfahrt. Wiederholt wurde es den Klerikern verboten, sich zu maskieren. Diese religiösen Maskenfeste hatten jedoch auch ihre Befürworter. Im 15. Jahrhundert hieß es: „Unsere Vorfahren waren große und ehrwürdige Männer. Sie haben das Narrenfest aus weisen Gründen eingesetzt. Lasst uns leben wie sie und tun was sie taten.“ Es war auch die Klostergeistlichkeit, die ab dem 18. Jahrhundert am Donnerstag vor Karneval den Anfang des Fastelabends machte (siehe auch Weiberfastnacht).

Die Form des Karnevalsfestes wurde im Mittelalter durch die jeweils tonangebende Schicht der Gesellschaft bestimmt. Das waren ab dem 17. Jahrhundert die Zünfte, ihnen fielen die Hauptrollen im Karneval zu. Mit ihren Banden bestimmten sie das äußere Bild des Karnevals. Diese Banden waren Aufführungen, in denen sich Fastnachtsspiel und Verkleidung miteinander verbanden. Mit Tanzen und Spielen zogen die „Gesellenbanden“ auf öffentliche Plätze, vor Häuser der reichen Bürger auf und boten in Liedern und satirischen Szenen Begebenheiten aus ihrem Berufsleben dar und nahmen in witziger Persiflage alles aufs Korn, was Anlass zum Spott bot. Als Dank wurden sie bewirtet. Dieser Brauch geht wieder auf die Römer zurück, bei denen die Herren die Sklaven bewirteten.

Während des 18. Jahrhunderts kam es nach italienischem Vorbild zu einer Art Korso in Köln. An den Karnevalstagen versammelten sich Komödianten, Schausteller und Gaukler in der Stadt.

Von Kurfürst Clemens August ist überliefert, dass er alljährlich am Dreikönigstag ein großes Mahl abhielt und dazu Domherren, Deutschordensritter, Stiftsdamen und andere vornehme Bürger einlud. Man traf sich vermummt und in ausgelassener Freude. In Anlehnung an diese Feste am Hof des Kurfürsten fanden im 18. Jahrhundert die Redouten als vornehme Fastnachtvergnügen statt. Es waren Bälle, auf denen ein absoluter Maskenzwang bestand. Die Redouten fanden im Kölner Gürzenich statt.

1794 wurde Köln unter französische Herrschaft gestellt. Obwohl die Franzosen versicherten, nichts an den Gesetzen und Gebräuchen des Landes zu ändern, wurden Kirchen und Klöster aufgelöst und der Karneval verboten. Aber so ganz ließ sich der Karneval nicht verbieten. Er verlagerte sich vielmehr von der Straße in die Wirtshäuser, aber auch dem geboten die Franzosen Einhalt. Als sie sich dann allmählich von der Harmlosigkeit des Festes überzeugt hatten, hoben sie das Karnevalsverbot 1801 wieder auf. Da zwischenzeitlich die Zünfte abgeschafft wurden, war dem Karneval der Boden entzogen worden. Auch Revolution und Krieg hatten sich ungünstig auf das Fest ausgewirkt, so dass es teilweise ausartete.

In der Franzosenzeit häuften sich die Charaktermasken im Karneval, und es wurde verstärkt das Zeitgeschehen aufs Korn genommen. Man fand sich zu kleinen Zügen zusammen, die durch die Stadt zogen. Wer an einem dieser Züge teilnehmen wollte, musste sich bei der Armenverwaltung eine Karte kaufen. Der Erlös diente wohltätigen Zwecken. 1812 nahm sogar die französische Besatzung an den Zügen teil. Neigten sich die Fastnachttage dem Ende zu, wurde die Zeremonie des „Begrabens“ vollzogen. Es bildete sich ein Trauerzug mit Trompetenbegleitung (siehe Nubbelverbrennung).

1815 kamen die Preußen nach Köln. Köln wurde wieder eine deutsche Stadt und von den Rheinländern annektiert. Die Preußen erlaubten den Karneval erst einmal, trotz einer immer bedrohlicher werdenden Verrohung. Es machten sich hemmungslose Ausschweifungen und Rüpelhaftigkeit breit. So wurde unter der Maske der Narrheit viel Unfug getrieben und viele Masken waren unmoralisch und taktlos. Das Fest war zu einem wüsten Durcheinander ausgeartet. Darum war zu befürchten, dass die Preußen den Karneval verbieten würden. Die Kölner taten sich ohnehin schwer mit den preußischen Begriffen von Disziplin und Ordnung, die sie mit ihrer Lebenseinstellung nicht in Einklang bringen konnten. Der Kölner ist ein Mensch, der nie untertan gewesen ist und auf Maßnahmen, die seiner Auffassung von Freiheit widersprechen, reagiert er mit Ironie. Eine Tatsache, die die Preußen verärgerte.

Aus diesem Grund ergriffen einige Männer der geistigen und wirtschaftlichen Oberschicht die Initiative. Sie reformierten den Karneval im romantischen Sinne und organisierten ihn neu. Man gab dem Fest den Helden Karneval als Mittelpunkt, an dem sich das ganze Fest hochranken sollte. Man wollte die Oberschicht der Kölner Bürger für den Karneval zurück gewinnen und das Fest wieder in altem, längst vergessenem Ruhm erstrahlen lassen. Das war die Geburtsstunde des Festordnenden Comités und die Erneuerung des Karnevals im romantischem Sinne. Die Gründer des Comités waren alle noch dem reichsstädtischen Köln und dem Kaiser verbunden, und so stand der Held Karneval plötzlich im Gewand des Kaisers vor seinen Mitbürgern.

Leiter des neugegründeten Comités war von 1823 –1835 der Jurist Heinrich von Wittgenstein.

Die Traditionskorps

Es gibt unterschiedliche Gesellschaften im Karneval, wie Korpsgesellschaften, Komiteegesellschaften, Veedelsvereine, Stammtischgesellschaften und Stämme.
Diese verschiedenen Gesellschaften haben durchaus einen Sinn, denn sie sind notwendig, damit Menschen mit verschiedenen Interessen und Auffassungen alle im Karneval heimisch werden können.

Am bekanntesten bei den Bürgern sind die Traditionskorps, die durch ihre historischen Uniformen bestechen. Die älteste Korpsgesellschaft in Köln ist die der Roten Funken. Die Roten Funken stellen eine Persiflage auf die Kölner Stadtsoldaten dar, die 1660 in Köln als Schutztruppe aufgestellt wurden. Die Stadtsoldaten waren für die Zollkontrolle zuständig, überprüften die Passierscheine und bewachten die Zugänge der Stadt. Irgendwelche kriegerischen Bravourleistungen sind ihnen nicht beschieden gewesen. Sehr heldenhaft waren sie auch nicht. Den Namen „Funken“ erhielten sie auf Grund ihrer leuchtenden roten Uniformen, die man auch im Dunkeln gut erkennen konnte. Als die Franzosen 1794 nach Köln kamen, verschwanden die Funken aus dem Stadtbild.

Die Roten Funken waren von 1823 an eine lose Gruppe im Maskenzug. Erst 1869 organisierten sie sich als Gesellschaft. Sie sind in vier Knubbel eingeteilt. Ein Knubbel ist eine Menschenansammlung. Jeder Knubbel trägt ein Symbol am Säbel. Die Funken, die früher nur einen geringen Sold bekamen, waren alle auf „Lappöhrchen“ angewiesen. Daran erinnern die Symbole. Steckstrumpf - die Funken, die an den Toren Wache hielten, verdienten sich durch Strümpfe stricken etwas dazu. Öllig - das Symbol für die Funken, die hier in Küche und Haushalt halfen. Dilledopp - die Funken, die Kinder hüteten. Der Sektpfropfen besagt, dass alle Funken gerne Bier tranken, „ävver nie mih, wie d’r Mage ohne Biesterei kann verdrage“. So sagt es der Funkeneid.

Die Roten Funken waren immer eine Fußgruppe und wollten es auch bleiben. Als sich dann später der Wunsch nach einem Reiterkorps stellte, spalteten sich einige ab und bildeten die Funken-Artillerie Blau-Weiß oder einfacher die Blauen Funken. Sie hatten ihre Uniform nach dem Vorbild der Ansbach-Bayreuther Dragoner gewählt und bildeten eine Reiter- und eine Fußgruppe.

Die Ehrengarde trat 1902 mit List und Tücke, oder besser gesagt mit kölschem Klüngel, als Begleitgarde von Bauer und Jungfrau in den Karneval. Vorher haben die Elferräte der großen Gesellschaften Bauer und Jungfrau das Geleit gegeben, und sie waren nicht gewillt, sich von diesem Platz verdrängen zu lassen. Auch die Funken fühlten sich durch die neue Gesellschaft bedrängt. Da ging die Ehrengarde zum Angriff über, um wirklich als Ehrengarde von Bauer und Jungfrau fungieren zu können. Man wandte einen Trick an. Nach Absprache mit Bauer und Jungfrau hielt deren Wagen kurz an, als sich der Zug in Bewegung setzte, täuschte einen Achsenbruch vor, und die Ehrengarde konnte sich einreihen. Diese mit Erfolg eroberte Position hat die Ehrengarde heute nach über 90 Jahren immer noch inne. Die Uniformen erinnern an die Schillschen Offiziere (Schill war ein preußischer General, berühmt durch die Schlacht bei Kolberg).

Die Prinzengarde wurde 1906 gegründet, um dem Prinzen, dessen Bedeutung von Jahr zu Jahr gestiegen war, eine eigene Garde an die Seite zu stellen. Sie begleitet ihn von da an bis heute zu allen offiziellen Auftritten. Bei den Prinzen-Gardisten wird das Militär nicht so verulkt wie bei den Funken. Das liegt begründet in der Zeit der Entstehung. Als die Prinzengarde entstand, wurde Köln schon so lange von den Preußen regiert, dass man sich daran gewöhnt hatte. Andererseits wollte die Prinzengarde etwas Besonderes sein und kein Abklatsch. Die Uniformen kommen aus Österreich und die Helme sind friederzianisch.

Die Altstädter sind aus einer Stammtischrunde entstanden. Das Korps wurde 1922 gegründet und hat schon vor dem Krieg die Weiberfastnacht auf dem Alter Markt eröffnet. Seit 1953 ist die Eröffnung mit einer Straßensitzung verbunden. Die Uniform der Altstädter ist in den kurkölnischen Farben gehalten.

Das Reiterkorps Jan von Werth erinnert an den Reitergeneral aus dem Dreißigjährigen Krieg, der sich aber auch in vielen folgenden Schlachten tapfer geschlagen hat. Jan von Werth wurde 1638 zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt. Ihm zu Ehren wurde auf dem Alter Markt ein Denkmal errichtet, und eine Kölner Straße wurde nach ihm benannt. Sein Name ist auch verbunden mit der Legende von Jan un Griet. Diese Geschichte kennt jeder Kölner - der Knecht, der um die Magd wirbt, ihr aber nicht gut genug ist. Jan zieht dann in den Krieg, hat großen Erfolg und kehrt als Generalfeldmarschall nach Köln zurück. Er reitet durch das Severinstor in die Stadt, wo Griet an einem Stand Äpfel verkauft. Jan sagt zu ihr: „Griet, wer et hät jedon“, und sie antwortet: „Jan, wer et hät jewoß“. Diese Episode wird jedes Jahr an Weiberfastnacht von der K.G. Reiterkorps Jan von Werth am Severinstor nachgestellt. Die Kostüme sind Wallenstein Uniformen. Die Gesellschaft wurde 1925 gegründet.

Karnevalsorden

Mit dem organisierten Karneval begann auch die Geschichte der Karnevalsorden. Vielleicht fehlte vorher der politische Anstoß dazu. Orden gibt es schon ab 1824, aus dieser Zeit sind jedoch keine mehr vorhanden. Wir wissen aber aus alten Protokollen, dass die Prinzessin Venetia, die den Karneval des Südens vertrat, den Helden 1824 besuchte und ihm einen Orden mitbrachte. Der Held bedankte sich seinerseits mit seinem Orden.

Die Geschichte der Karnevalsorden ist eng verbunden mit den Orden der Preußen. Sie stellten eine Persiflage auf die staatlichen und militärischen Orden, Schärpen und Brustbänder dar. Auch früher trugen die Präsidenten schon viele Orden übereinander, wie uns alte Bilder zeigen.

Der Orden ist heute ein fester Bestandteil des Karnevals geworden. Ursprünglich entstand der Karnevalsorden aus einer Geringschätzung militärischen Benehmens und Pomps heraus. Damit wollte sich der Kölner, der nie untertan gewesen ist, gegen die preußische Obrigkeit auflehnen.

Schon früh stellt sich Geschichte auf Orden als Thema. Es wurden im Laufe der Zeit Themen aufgegriffen wie Politik, Stadtgeschichte, Bauten in Köln, der Rat der Stadt, Stadtpatrone, kölsches Milieu usw. Der Geschichtsorden ist ein Rückblick in die Vergangenheit. Wir finden aber auch Zeitgeschichte auf Orden, wie den Abriss der Stadtmauer, den Zeppelin, den Bau der Rheinbrücken oder jetzt den U-Bahn-Bau. Bei diesen Orden tritt der Spott in den Hintergrund und die graphische Aussage in den Vordergrund.

Es werden auch große Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Karneval auf Orden dargestellt. Besonders beliebt ist dabei Willi Ostermann. Die Roten Funken stellen z.B. die mit Humor gepaarte Geschichte ihrer Gesellschaft auf ihren Orden dar, so weit es die begrenzten Möglichkeiten erlauben.

Dann gibt es den „Jeckenorden“. Hier wird vermittelt, was man landläufig als Kölner Karneval versteht, unbeschwerte Fröhlichkeit und sich über sich selber lustig machen. Der Text auf diesen Orden ist kölsch.

Es gibt auch militärische Orden, die z.B. dem Eisernen Kreuz nachempfunden sind. Hier kann keine Rede mehr von Persiflage sein. Sie stehen im krassen Gegensatz zum Jeckenorden. Vielfach werden sie von Korpsgesellschaften entworfen und sind recht humorlos. Der Ordensstern eroberte nach dem Krieg 1870/71 den Karneval und ist bis heute ein beliebtes Motiv geblieben. Vielfach wird der Versuch unternommen, dem Ordensstern durch ein Karnevalsemblem das Feierliche etwas zu nehmen.

Von den üblichen Orden unterscheiden sich die Motto-Orden des Festkomitees, die Prinzenorden und die anspruchsvollen und künstlerisch wertvollen Orden des Festes in Gold, der karnevalistischen Vereinigung der Kölner Goldschmiede.

Die Verleihung des Ordens kann zum Staatsakt werden, z.B. bei der Verleihung des „Ordens wider den tierischen Ernst“. Andererseits kann die Entgegennahme des Ordens in tiefer Ehrfurcht geschehen. Jetzt wird der Orden, der als Persiflage gedacht war, nicht mehr als solche empfunden, und damit hat der Karnevalsorden seine eigentliche Bedeutung verloren.

Der Karnevalsorden ist ein begehrtes Sammelobjekt, nicht nur bei den Kölnern, auch bei den auswärtigen Sitzungsbesuchern. Das Karnevalsmuseum besitzt über 5000 Orden, von denen leider nicht alle gezeigt werden können. Darüber hinaus gibt es in Köln ein privates Museum Kölner Karnevalsorden, wo die Orden auch käuflich zu erwerben sind.

Der 11. im 11. und die Jeckenzahl 11

Der Karneval beginnt im November, dem Monat der Besinnung auf Tod und Vergänglichkeit.
Es klingt für ein Freudenfest unlogisch, geht jedoch zurück auf die gefühlsbedingte und zeitliche Abfolge griechischer, römischer und germanischer Traditionen, denen man auch in unseren Tagen noch teilweise folgt. Im November gedachte man der Götter, die für die Gaben des Herbstes, vornehmlich den Wein, zuständig waren. Der Kölner Karneval wurzelt auch heute noch in kultischen Bereichen, die eine lange Geschichte haben.

Es fehlte dem 11. im 11. auch nicht an einer geschichtlichen Grundlage. In der gallischen Kirche bereitete der Advent nicht auf Weihnachten, sondern auf das alte Hauptfest Epiphanie vor. Der Advent war eine Fastenzeit, die am Martinstag (11. im 11.) begann und 56 Tage dauerte.

Die Elf als Jeckenzahl entstand erst später, hat aber durch den 11. im 11. eine  Verbindung von der heidnischen zur christlichen Zeit geschaffen.

Der „Elfer-Rat“ ist aus dem Festornenden Comité hervorgegangen, das sich 1823 bildete, um den Karneval neu zu organisieren. Der „Kleine Rat“ umfasste zwar 1823 noch 13 Mitglieder und erweiterte sich danach auf 15 bis 20 Personen. Die feste Zahl Elf entwickelte sich erst langsam, bis man sich 1830 auf die Elf festgelegt hatte. Heute besteht der Elferrat einer Karnevalsgesellschaft aus 11 Vorstandsmitgliedern einschließlich des Präsidenten.

Die Feier des 11. im 11. entwickelte sich erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als feierliche Eröffnung der beginnenden Karnevalssession. Dieser Tag ist die große Vorfeier, an der das neue Dreigestirn der Öffentlichkeit vorgestellt wird und auch die neuen Karnevalslieder erstmals gesungen werden. Die einzelnen Karnevalsgesellschaften halten „11. im 11. Feiern“ ab. Die größte Feier ist die der Willi-Ostermann-Gesellschaft auf dem Alter Markt. Danach ruht der Karneval bis zum 1. Januar.

Die Zahl Elf ist das Symbol der Narretei. Sie symbolisiert die Einheit im Karneval. Sie stellt die Eins neben die Eins als Zeichen der Gleichheit aller Narren. Jeder Jeck unter der Narrankappe sollte eine selbstständige und gleichberechtigte Person sein. Die Elf hat auch einen politischen Bezug. Seit der Französischen Revolution steht ELF für E = Egalité, L = Liberté und F = Fraternité (Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit). Diese Deutung ist für Köln, das lange unter französischer Besatzung lebte, maßgebend. So wurde die Elf schon fast zu einer magischen Zahl in Köln und im Karneval. Auch das Kölner Wappen weist elf Flammen auf, die allerdings auf die elftausend Jungfrauen zurückgehen.

Das Karnevalslied

Ein ganz wichtiger Bestandteil des Kölner Karnevals ist das Karnevalslied. Durch gemeinsames Singen, Schunkeln und Klatschen wird eine Einheit von Sängern und Publikum hergestellt. Die Liedertexte behandeln fast alle die Geschichte Kölns und das Leben seiner Bürger.

Das Karnevalslied hat in Köln eine lange Tradition. Das älteste Karnevalslied überlieferte uns die Nonne Anna von Köln 1500.

Im 19. Jahrhundert nach der Reform des Karnevals wurde das Karnevalslied neu entdeckt, u.a. durch Samuel Schier, der 1823 zur Inthronisierung des Helden Karneval ein Lied schrieb, das noch viele Jahre als Eröffnungslied auf allen Sitzungen gesungen wurde. Eine berühmte Sammlung von Karnevalsliedern enthält auch das Buch „Bellen Töne“ mit Liedern aus den Jahren 1823 – 1834. Gemütvolle, in der ganzen Stadt gesungene und teilweise noch heute bekannte Lieder wie z.B. das „Karessellcheleed“ wurden uns von Josef Roesberg überliefert.

Im 20. Jahrhundert hat sich das Kölner und auch das kölsche Lied explosionsartig entfaltet. Einen unbestrittenen Höhepunkt bilden bis heute die Lieder von Willi Ostermann, die nicht mehr aus dem Karneval wegzudenken sind.

Willi Ostermann:
Als 1881 die Stadtmauer abgerissen wurde, und dann 1888 die große Eingemeindung vorangetrieben wurde, begann der Karneval durch die zunehmenden Einflüsse von außen sein Eigenleben zu verlieren. Die volksnahe und typisch kölsche Bedeutung verflachte. Mit Kabarett und Varietee entstanden neue Formen des Feierns. Die Revue trat ihren Siegeszug an, und Schlager und Gassenhauer drohten das kölsche Karnevalslied zu verdrängen. Da trat Willi Ostermann in den Kölner Karneval. Der Inhalt seiner Lieder war so, dass auch der moderne Karneval in herkömmlicher Weise damit bestehen konnte. Willi Ostermann war viel mehr als nur ein Karnevalist, er hat auch echtes Volksliedgut geschaffen. Der große Durchbruch im Karneval gelang ihm 1907 mit dem Lied „Däm Schmitz sing Frau es durchjebrannt“. Danach bescherte er dem Karneval jedes Jahr neue Lieder mit mitreißenden Texten und Melodien. Er kannte die kölsche Seele wie nur wenige. Ostermann sprach die Sprache des Volkes. Mit seinen Liedern verdrängte er die üblen Gassenhauer und andere negative Einflüsse, die sich in den Jahren der Stadterweiterung breit machten. Er produzierte unzählige Lieder. Willi Ostermann wurde 1876 in Mühlheim am Rhein geboren und starb 1936 in Köln. Er absolvierte eine Lehre als Elektriker, fand aber keinen Gefallen an dem Beruf und lernte um auf Galvanoplastiker, danach auf Druckplattengießer, bis er schließlich ganz zur Musik und auf die Bühne wechselte. Mit Willi Ostermann nahm die Geschichte des Karnevalsliedes einen neuen Beginn.

Volkslieder, zu denen auch das Karnevalslied zählt, entstehen aus Volksfesten heraus. Volksfeste in Köln waren und sind Kirmes und Karneval. Die Kirmes tritt in Köln an Bedeutung hinter den Karneval zurück. Jedes Ereignis in Köln wurde und wird besungen, was schon bald dazu führte, dass es wesentlich mehr Texte als Melodien gab, zwangsläufig wurden daher viele Lieder auf die gleiche Melodie gesungen.

Früher konnten die Lieder nur verbreitet werden, indem man sie dem Volk auf den Sitzungen vorstellte. Auch heute noch ist der Sitzungssaal die beste Möglichkeit die neuen Lieder bekannt zu machen, weil jeder mitsingt. Heute haben aber auch die Medien und die Musikindustrie einen erheblichen Anteil an der Popularität der neuen Lieder.

Seit dem die Bläck Föös den Karneval erobert haben, haben immer wieder junge Musikgruppen durch die Einbeziehung neuer Rhythmen und Melodien zu einer zeitgemäßen Erneuerung des Kölner Karnevalsliedes geführt.

Der Rosenmontagszug

Dem Maskenzug galt das Hauptinteresse der Reformer von 1823. Anfangs sollte der Zug, der bis 1832 Maskenzug hieß und erst danach Rosenmontagszug, in seiner Darstellung an die einst freie Reichsstadt Köln erinnern. Daher wurde er mit hauptsächlich historischen Elementen versehen. So sollte auch der Held Karneval an den Kaiser erinnern, dem die Kölner immer treu ergeben waren.

Schon im ersten Maskenzug waren die Roten Funken dabei, die an die ehemaligen Stadtsoldaten erinnern. Die Roten Funken waren damals noch eine lose Gruppe, die nicht gesellschaftlich orientiert war. Sie fanden sich per Zeitungsaufruf zum Rosenmontagszug zusammen.

Auch die Helligen Knäächte und Mägde nahmen ab 1823 am Zug teil. Die Mägde waren die ersten und einzigen Frauen im Zug. Es handelte sich hier um die unbescholtenen Söhne und Töchter der Knappesbauern, die am Kirchweihfest in der Prozession die Heiligenbilder trugen und anschließend den Kirmestanz durch einen Reigen eröffneten. Heute sind die Helligen Knäächte und Mägde eine historische Tanzgruppe im Karneval und gehören zu der K.G. Lyskircher Junge. Teil dieser Gruppe ist das Jeckebääntche (Jecke Berndchen), das aus der Zeit des Schützenwesens stammt. Es zeigte im 16. Jahrhundert durch lustige Sprünge die Schießergebnisse der Schützen an. Bei feierlichen Aufzügen, geistlicher und weltlicher Art, zog es voran und erfreute die Zuschauer mit seinen seltsamen Sprüngen und machte gleichzeitig für die nachfolgende Gruppe den Weg frei.

Die älteste Dokumentation  eines Maskenzuges gibt es von 1824. Damals nahmen ungefähr 100 Reiter, wenige Wagen und insgesamt 200 Personen teil. Der Zug stellte sich auf dem Neumarkt auf. Dieser Aufstellplatz wurde bis zum Zweiten Weltkrieg beibehalten.

August Wilke, gründete 1882 die Große Kölner Karnevalsgesellschaft, der er als langjähriger Präsident vorstand. In den folgenden Jahren kam es wegen Uneinigkeiten zwischen den beiden großen Gesellschaften zu keinem einheitlichen Rosenmontagszug. Erst 1889 fand man sich, durch die Vermittlung von Fritz Hönig, in Freundschaft zusammen.

Auch früher sind schon Rosenmontagszüge aus den verschiedensten Gründen ausgefallen, wegen schlechtem Wetter, wegen Uneinigkeit im Komitee, wegen Krieg und Weltwirtschaftskrise. 1870/71 fiel der Zug wegen Krieg aus, 1914 – 1927 wegen Krieg und Besatzung. 1926 zogen zwar 14 Tage vor Karneval die englischen Besatzungstruppen ab, aber es war zu spät, um einen Zug auf die Beine zu stellen. Der Prinz, Dr. Adalbert Oster, der den Namen „Befreiungsprinz“ erhielt, fuhr mit Bauer und Jungfrau im offenen Wagen durch Köln.
1927 fand dann der erst Zug nach dem Krieg statt.
1932 und 1933 fiel der Zug wegen der Weltwirtschaftskrise aus.
1939 ging der letzte Zug vor dem Zweiten Weltkrieg. 1949 war dann der Wiederbeginn mit einer großen Kappenfahrt. Kappenfahrten sind Rundfahrten der mit gleichen Kappen (Karnevalsmützen) geschmückten Mitglieder einer Karnevalsgesellschaft. Ursprünglich fanden diese Kappenfahrten Sonntagnachmittag statt. Später verlagerten sie sich auf  Dienstag und auf die Vororte. Heute sind sie sehr selten geworden.
1991 fiel der Zug aufgrund des Golfkrieges aus.

Ab 1949 gibt es Großfiguren im Rosenmontagszug. Bis in die 50er Jahre wurden die Festwagen noch von Pferden gezogen. Der Rosenmontagszug rollt heute etwas länger als drei Stunden durch Köln und legt knapp sieben Kilometer zurück. Er setzt sich zusammen aus ca. 70 Gruppen mit ca. 70 Fest- und Prunkwagen, 58 Traktoren und 50 kaschierter Begagewagen. Seit 1823 geht der Zug nach einem bestimmten Motto, das in der heutigen Zeit am Karnevalsdienstag vom Zugleiter für die kommende Session bekannt gegeben wird. Nach diesem Motto werden die Entwürfe für die Wagen und Fußgruppen erstellt. Sind diese dann ausgewählt, kann im Oktober in der Wagenbauhalle mit dem Bau der Wagen begonnen werden. Dazu werden ungefähr 25.000 Arbeitsstunden benötigt. Einige Wagen laufen jedes Jahr im Zug wie z. B. der Prinzenwagen, der Wagen von Bauer und Jungfrau, der Wagen des Zugleiters und der des Festkomitee-Präsidenten. Die Korpsgesellschaften haben zum großen Teil eigene Wagen. Die teilnehmenden Gesellschaften bezahlen für ihre Wagen im Zug. Am Zug nehmen rund 8.000 Jecke teil, davon 2.000 Frauen, ca. 350 Reiter und rund 85 Musikkapellen.

Die Teilnehmer erhalten, bis auf die uniformierten Gesellschaften, die Kostüme vom Festkomitee ausgeliehen, da sie zum Motto passen müssen. Das Festkomitee gibt jedes Jahr etwa 15.000 komplette Kostüme aus, 5.000 Kostüm-Einzelteile und 3.000 Kopfbedeckungen, um den größten Karnevalszug Deutschlands in Bewegung zu setzen. Nach Karneval werden die Kostüme vom Festkomitee gereinigt, geflickt, falls notwendig, und wieder geordnet in Schränke gehängt. Dafür stehen eine Gewandmeisterin und eine Schneiderin zur Verfügung. Bei schlechtem Wetter leiden die Kostüme sehr. Ein Teil der Kostüme wird im Haus genäht, alles andere wird von Kostümschneidern angefertigt. Die Kostüme werden viele Jahre verwendet.

Festkomitee des Kölner Karnevals

Als es 1823 notwendig wurde, den Karneval neu zu organisieren, wollte man ihm einen neuen Inhalt geben und ihn auch wieder für die angesehenen Bürger interessant machen.

Es gab damals in Köln die Olympische Gesellschaft, ein Zusammenschluss der Männer, die zu der geistigen und wirtschaftlichen Elite der Stadt zählten. Mitbegründer der Gesellschaft war der Kunstsammler Ferdinand Franz Wallraf. Man tagte in einem hochgelegenen Raum des Bayenturms mit Blick auf den Rhein. Die Herren fühlten sich dort wie im Olymp, so entstand der Name. In dieser Gesellschaft wurde die Reform des Karnevals beschlossen.

Man traf sich im November 1822 im Weinhäuschen an St. Ursula. Hier wurde dem Fest eine neue Richtung und ein neuer Inhalt gegeben, damit es wieder zu seinem alten Ruhm gelangen konnte. Man gab dem Karneval den Helden als Mittelpunkt, an dem sich das ganze Fest hochranken sollte. Auch sollte er der Mittelpunkt des Maskenzuges werden, der ab 1823 durch Köln ziehen sollte.

Das Gremium, das den Karneval neu geordnet hatte, nannte sich Festordnendes Comité. Leiter des Comités wurde Heinrich von Wittgenstein, der, obwohl erst 26 Jahr alt, durch seine Führungsstärke die Richtung im Karneval bestimmte, die in ihren Grundzügen auch heute noch besteht. Heinrich von Wittgenstein war Jurist und es heißt von ihm, er wäre eine imponierende Persönlichkeit mit klarem, scharfem Geist und gemütvoller Rede gewesen.

Damals gab es noch keine Karnevalsgesellschaften. Das Comité nannte sich später Große Karnevalsgesellschaft. Damit ist die Große Karnevalsgesellschaft die älteste Kölner Karnevalsgesellschaft und hat lange die Aufgabe des Festordnenden Comités ausgeübt.

Aus der Uniform der Zusammenkünfte des Comités sind unsere heutigen Sitzungen hervorgegangen. Es wurde dort nicht nur beraten, es wurde auch gemeinsam gesungen und das Protokoll der Vorveranstaltung wurde auf humorvolle Weise vorgetragen. Gäste waren zu diesen Versammlungen stets willkommen. Die Abende erfreuten sich bei den Kölnern großer Beliebtheit. Der „Kleine Rath“ im Comité bereitete die Karnevalsveranstaltungen vor. 1824 wurde schon das literarische Comité gegründet.

Die Karnevalsmütze wurde 1827 kreiert. Es gibt heute im gesamten deutschen Raum Narrenkappen, deren Urform aus Köln stammt. Der Vorschlag zur Einführung der Narrenkappe kam ausgerechnet von einem Preußen, dem Generalmajor von Czettritz. Er regte an, dass die Mitglieder des Comités ein buntes Käppchen zu den Versammlungen tragen sollten, damit man sie von den Fremden unterscheiden könne. Das war die Geburtsstunde der Karnevalsmütze. Der Vorschlag wurde begeistert aufgenommen und schon 14 Tage später trug man die neu eingeführte Narrankappe, auf der in goldener Schrift die Worte „Freiheit-Gleichheit“ prangten. Die Mütze ist seitdem das karnevalistische Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmal. An ihren Farben und Aufschriften kann man jeden Träger einer Gesellschaft zuordnen.

Bis 1908 waren die Festkomitee-Präsidenten identisch mit den Präsidenten der Großen von 1823. Zwischenzeitlich wurden immer wieder neue Gesellschaften gegründet, manche bestehen heute noch, manche konnten sich auch nicht durchsetzen. Es gab auch vielfach Streitigkeiten im Comitee, die sogar so weit gingen, dass Züge ausfielen. Von 1908 bis 1934 wechselte das Präsidium jährlich zwischen der Großen und der Großen Kölner. Danach wurden die Präsidenten gewählt, unabhängig davon, welcher Gesellschaft sie angehörten.

Das Festkomitee des Kölner Karnevals, wie es heute heißt, ist die Dachorganisation des Kölner Karnevals. Knapp 100 Gesellschaften sind dem Festkomitee angeschlossen, wobei es vielmehr Gesellschaften in Köln gibt. Im Festkomitee unterscheidet man zwischen ordentlichen, hospitierenden und fördernden Mitgliedsgesellschaften. Es kann jede Gesellschaft aufgenommen werden, die Sitzungen abhält und zwei Bürgen stellen kann. Wer fünf Jahre förderndes Mitglied ist, kann einen Antrag stellen, um hospitierendes Mitglied zu werden. Nach fünf weiteren Jahren kann Antrag auf ordentliche Mitgliedschaft gestellt werden, wobei die Zahl der ordentlichen Mitglieder laut Satzung begrenzt ist.

Die Aufgaben des Festkomitees sind: 

Die Pflege von Mund- und Eigenart im Karneval
Die Wahrung der Traditionen im Karneval
Kooperation mit der Stadt im Bezug auf Karneval
Einbeziehung und Betreuung der Jugend im Karneval
Nachwuchsförderung für Bütt und Podium
Unterstützung und Betreuung der angeschlossenen Gesellschaften
Stellen und Betreuen des Dreigestirns
Durchführung der Prinzenproklamation
Durchführung der Hörfunksitzung
Durchführung der beiden Fernsehsitzungen 
Durchführung des Rosenmontagszuges

Das Festkomitee des Kölner Karnevals wird vertreten durch einen Gesamtvorstand von 18 Personen. Der Vorstand, einschließlich des Präsidenten, arbeitet ehrenamtlich. Im Haus des Kölner Karnevals, in dem das Festkomitee zur Miete wohnt, arbeiten sechs hauptamtliche Sekretärinnen und zwei Schneiderinnen.

Was bedeutet Rosenmontag?

Der Rosenmontag oder auf kölsch „Rusemondaach“ (Ruse = Rosen) erinnert an den Sonntag Lätare, den Rosensonntag, der in Köln seit dem 16. Jahrhundert als „Halbfasten“ gefeiert wurde. An diesem Tag, der Mitte der Fastenzeit, lebte die Erinnerung an den vergangenen Karneval noch einmal auf.

Dieser Tag war als Nachfeier des Karnevals gedacht, speziell für diesen Tag geschriebene Lätarelieder bezeugen das. Das strenge Büßen und Fasten wurde für einen Tag unterbrochen. Es durfte nach Herzenslust gegessen, gesungen und gefeiert werden. Der Rosensonntag hieß auch „Mittfasten“. Die Farbe der Liturgischen Gewänder war an diesem Tag nicht wie üblich violett, sondern rosa. In Rom weihte der Papst am Sonntag Lätare, eine mit Moschus und Balsam gefüllte Rose, die in einer Prozession durch die Straßen getragen wurde.

Am Rosensonntag fand auch das Winteraustreiben statt, wobei eine Strohpuppe herumgeführt und verbrannt wurde (vgl. unsere heutige Nubbelverbrennung). Das Winteraustreiben hatte seinen Ursprung in heidnischen Bräuchen, wie auch heute noch die Wurzeln des Karnevals weit zurück in kultische Bereiche gehen, die eine lange Geschichte haben.

Als der Karneval 1823 reformiert wurde, hat man erst einmal das Lätarefest übernommen und noch bis 1832 beibehalten. Danach trat dann der Name Rosenmontag als „Mittfastnachtstag“ in den Sprachgebrauch, denn die Hauptkarnevalstage waren von Karnevalssonntag bis Karnevalsdienstag. Aus dem Mittfasnachtstag wurde der Rosenmontag und aus dem Maskenzug wurde der Rosenmontagszug. Rosenmontag von „rasen“ abzuleiten, wie es auch geschieht, ist nicht richtig. Erstens finden sich hierfür keine schriftlichen Beweise, zweitens würde der Kölner dann nicht Rusemondaach sagen, denn rasen heißt auf kölsch „rose“.

Die Nubbelverbrennung

Der Nubbel hängt während der Karnevalstage über der Kneipentüre oder aus dem Fenster und hat seinen großen Auftritt am Karnevalsdienstag, wenn er unter großem Wehklagen, das mehr und mehr in wüste Beschimpfungen übergeht, zu Grabe getragen wird. Dies geschieht um Mitternacht des Karnevalsdienstags. Hat man sich vorher noch beim Kölsch bützend und schunkelnd in den Armen gelegen, wird es plötzlich still. Es wird eine Litanei auf kölsch verlesen von Abschied und Trauer und einem geliebten Menschen, dem Nubbel, der sterben muss. Klagerufe werden laut bis die Stimmung umschlägt. Jetzt wird der Nubbel beschimpft als Herumtreiber, Faulenzer und Säufer, der den Tod verdient. Plötzlich sind sich alle einig, dass er den Tod durch Verbrennen erleiden muss. Mit dem Nubbel wird symbolisch der Karneval begraben.

Nubbel ist ein kölscher Begriff, der schon vor der Jahrhundertwende im Sprachgebrauch war. Er wird benutzt, wenn man keine näheren Angaben machen kann oder will z. B. Nubbels Chris (irgendwer), dä es beim Nubbel (irgendwo), dat wor dä Nubbel (irgendwer).

Die Nubbelverbrennung gibt es noch gar nicht so lange. Vorläufer des Nubbels war der Zacheies, der zum Ausklang der Kirmes verbrannt wurde. Das erste, was in Köln über die Zacheiesverbrennung bekannt ist, stammt aus dem Jahr 1913. Damals wurde seine Verbrennung anlässlich der ältesten rechtsrheinischen Kirmes, der Buchheimer Kirmes, angekündigt. Daraufhin wurde die Kirmes verboten. Erst ab 1950 gibt es eine Zacheiesverbrennung im Anschluss an die Kirmes von St. Severin. Von da hat sie sich dann verbreitet. Eine Strohpuppe wird zu Beginn der Kirmes auf dem Kirmesplatz oder vor einer Wirtschaft aufgehängt. Diese Puppe verkörpert die Kirmes. Am letzten Kirmestag wird sie verbrannt oder begraben. Dieser Zacheies wurde auch Nubbel genannt.

Den Nubbel im Zusammenhang mit dem Karneval gibt es noch nicht lange. Er muss mit dem Ausgang des Karnevals sterben. Vielleicht stellvertretend und als Sühne für alle ?Sünden? die im Karneval begangen wurden.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als die Franzosen Köln besetzt hatten, wurde zum Ende der Fastnacht die Zeremonie des ?Begrabens? vollzogen. Sie war wohl nur eine symbolische, von einer Strohpuppe ist hierbei nicht die Rede. Es bildete sich ein Trauerzug, der mit Trompetenbegleitung durch die Straßen zog.

Aus der Literatur ist über den Brauch der Nubbelverbrennung nichts zu erfahren. James Frazer schrieb allerdings 1880 in seinem Buch ?Der goldene Zweig? etwas über das Begraben des Karnevals. Laut diesem Buch gab es in den Ardennen einen Mann, der in Stroh gehüllt den Karnevalsdienstag als den letzten Tag des Karnevals verkörperte. Er wurde vor ein Scheingericht gestellt und zum Tode verurteilt. Man schoss mit Steinpatronen auf ihn bis er zusammenbrach.

Im Mittelalter wurde am Sonntag Lätare, der ?Mittfastnacht?, eine Strohpuppe herumgeführt und anschließend verbrannt. So sollte symbolisch der Winter ausgetrieben werden.

Es ist anzunehmen, dass der Ursprung des Brauchs in den griechischen Mythen zu suchen ist, wo sich auch Priesterkönige zu ihrem eigenen Ruhm und zum Ruhm der Gottheit selber als öffentliches Opfer darbrachten. Heidnischer Kult ist über Jahrhunderte lebendig geblieben und lebt teilweise noch im heutigen Brauchtum fort.

So erklärt sich auch das Verbot, den Zacheies damals in Buchheim zu verbrennen. Es war ein vergeblicher Versuch, dem immer noch unausrottbaren Heidentum in der heutigen Zeit Einhalt zu gebieten.

Der Nubbel ist der Sündenbock, an dem sich die allgemeine Aggressivität abreagieren kann. Der Nubbel, der sowohl keiner wie jeder sein kann, passt hier hin. Jeder von uns könnte das Opfer sein. Darum wird das Karneval feiern gegen Ende auch immer intensiver und leidenschaftlicher, denn jeder weiß, am Aschermittwoch ist alles vorbei.

Das Kölner Dreigestirn

Als 1823 der Karneval neu organisiert wurde, gab man dem Fest den Helden Karneval als Mittelpunkt, der durch seine Person den Karneval verkörpern und der alljährlich am Rosenmontag seinen Siegeszug durch Köln antreten sollte. Der Held war der personifizierte Karneval. Er sollte „die Erbärmlichkeit des gewöhnlichen Treibens auf Grund seines edlen Charakters“ wieder in die gewünschten Bahnen leiten und alle Missstände besiegen.

Damals stand immer die Figur des Helden im Mittelpunkt und nie die Person, die den Helden verkörperte - ein Grund warum aus diesen Jahren kaum Namen überliefert sind. In den ersten Jahren der Neuordnung war die wichtigste Person neben dem Helden Karneval die Prinzessin Venetia, seine ewige Braut. Wir finden die Venetia noch etwa bis zur Jahrhundertwende im Rosenmontagszug, wenn auch zum Schluss sehr unregelmäßig. Die Venetia, die von einem Mann dargestellt wurde, verkörperte den Karneval des Südens.

Das Gewand des Helden war dem des Kaisers nachgebildet, denn die Kölner liebten ihren Kaiser, dem sie als freie Reichsstadt untertänig waren und den sie stets begeistert gefeiert hatten, wenn er Köln besuchte. Der Held trug eine goldene Krone mit einem Pfauenschweif, dem Symbol der Unsterblichkeit. Die Karnevalsmütze gab es zu der Zeit noch nicht. In der rechten Hand trug er ein Zepter, in der linken eine „Waffe“, die heutige Pritsche, die auf die Fruchtbarkeitsrute der Germanen zurückgeht. Über einem weißen Gewand mit goldener Kette trug er einen Purpurmantel mit Hermelinkragen. Aus dem Gewand des Helden wurde im Laufe der Jahre das Kostüm des Prinzen. Das heutige Prinzenkostüm ist der burgundischen Mode in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts nachgearbeitet.

Auch damals fand schon eine feierliche Inthronisierung des Helden statt. Er bestieg am Fastnachtsmontag seinen Thron auf dem Neumarkt, wo ihm der Ehrenwein kredenzt wurde. Dann startete der Maskenzug. Der Held fuhr in einem mit Blattgold verzierten Delphin. Dieser kostbare Wagen fuhr mehrere Jahre im Zug mit. Nach dem Krieg 1870/71 wurde aus dem Helden Karneval der „Prinz Karneval“. Eine Prinzenproklamation gibt es erst seit 1936.

Die Kölner Jungfrau trat schon 1823 beim ersten Maskenzug auf. Sie nahm noch nicht regelmäßig am Zug teil, sondern nur, wenn sie sich ins Thema einordnen ließ. Die Jungfrau ist eine Symbolfigur und wird erstmals 1570 erwähnt. Sie symbolisiert die freie, unabhängige und keiner fremden Macht unterworfene Stadt Köln. Sie trägt eine Mauerkrone auf dem Kopf, als Zeichen der Unbesiegbarkeit der Stadt Köln. Die Kölner Jungfrau wird, bis auf zwei politisch angeordnete Ausnahmen, von einem Mann dargestellt. Die Männerrolle hat sich ohne Überlegung ergeben, da der Karneval, soweit es sich um den organisierten Karneval handelt, eine reine Männerangelegenheit war. Die traditionsbewussten Gesellschaften, die auch heute noch überwiegend das Dreigestirn stellen, haben keine Frauen als Mitglieder. Es ist also eine alte Tradition, dass Männer die Jungfrau darstellen, und mit Traditionen bricht man im Karneval nur in Notfällen, wie 1938 und 1939. Außerdem steckt in der männlichen Jungfrau so viel Witz und Komik, dass man sie in Köln nicht missen möchte.

Eine umstürzende Neuerung gab es 1938 und 1939 - die Jungfrau wurde von einer Frau dargestellt. Grund war die Partei, die Thomas Liessem, den Vorsitzenden des Festausschusses unter Druck setzte. Es gab damals einen scharfen Kampf gegen die Homosexualität. Da der Festausschuss Kölner Karneval ohnehin in der Schusslinie der NSDAP stand und man jeden Stein des Anstoßes aus dem Weg räumen musste, gab man dem Druck  der Partei nach. Die Jungfrau wurde von einer Frau dargestellt. Sie wurde gemeinsam von der deutschen Arbeiterfront und dem Festausschuß ausgesucht.

1938 war es Paula Zapf, eine Angestellte der Firma Bierbaum und Proenen und 1939  Else Horion, eine Kindergärtnerin der Firma Stollwerk . Die Jungfrau wurde nach dem Krieg wieder von einem Mann verkörpert. Das hat nichts damit zu tun, dass sich die weiblichen Jungfrauen nicht bewährt hätten, oder dass die Rolle sie körperlich überfordert hätte, es war ganz einfach ein Verstoß gegen die Tradition.

So wie die Kölner Jungfrau ist auch der Kölner Bauer eine Symbolfigur. Er stellt Köln als Mitglied der Reichsbauernschaft dar. Köln gehörte im Mittelalter neben Konstanz, Regensburg und Salzburg zu den vier Bauernschaften des Reiches. Darum erscheint der Kölner Bauer auch immer in Verbindung mit dem Spruch:

„Halt faß am Rich do kölsche Boor,
mag et falle söß ov soor“

Der Kölner Bauer wird 1422 erstmals erwähnt als Schildhalter des Reiches, später wird er zum Schildhalter der Stadt. Der Bauer geht erstmals 1825 im Maskenzug mit. Auch er nahm nur am Zug teil, wenn er sich ins Thema einordnen ließ. Bauer und Jungfrau waren damals unabhängig von einander und unabhängig vom Prinzen. Ab 1883 sind Bauer und Jungfrau feststehende Figuren des Kölner Karnevals, die gemeinsam mit dem Prinzen auftreten, aber bis heute getrennt von ihm im Rosenmontagszug fahren. Erst ab 1938 spricht man vom Dreigestirn. Den Hut des Bauern zieren 125 Pfauenfedern. Die Pfauenfeder ist das Symbol der Unsterblichkeit und versinnbildlicht hier die Unsterblichkeit der freien Reichsstadt Köln, die der Bauer verkörpert. Der Dreschflegel ist das Zeichen der Wehrhaftigkeit.

Die Rolle des Dreigestirns hat sich unserer hektischen Zeit angepasst. Früher war der Prinz nur wenige Tage im Amt. Unser heutiges Dreigestirn steht im Durchschnitt 6-8 Wochen im Rampenlicht und wird ständig von der Presse begleitet. Aus organisatorischen Gründen wohnt das Dreigestirn ab der Proklamation gemeinsam im Hotel.

Die Karnevalsmütze

Zu Beginn der Neuordnung des Karnevals 1823 waren einheitliche Karnevalsmützen noch nicht an der Tagesordnung. Die Idee dazu war noch niemand gekommen. Sie kam erst 1827 von einem Preußen, dem Generalmajor Baron von Czettritz und Neuhaus. Er nahm an einer Versammlung des Festordnenden Comités teil, um den Kölnern für ihren Maskenzug sein privates Schmimmelgespann samt Prunkgeschirr, den Kutschen und Vorreitern zur Verfügung zu stellen. Das war recht ungewöhnlich, da die Kölner so ihre Schwierigkeiten mit den Preußen hatten. Noch ungewöhnlicher war die Rede des Generalmajors. Er begann: „Gleiche Brüder, gleiche Kappen, darum erlaube ich mir den Vorschlag, dass wir hierfür, als Unterscheidungszeichen der Eingeweihten ein kleines buntfarbenes Käppchen während unserer Veranstaltung aufsetzen, um diejenigen, die hier unberufen eindringen, erkennen und nach Verdienst abweisen zu können.“ Das traf die Kölner schwer, warum konnten sie nicht so eine glänzende Idee haben? Trotzdem war der Jubel groß, und man ernannte den Generalmajor zum Kölner. Die Karnevalsmütze war aus der Taufe gehoben. Heute hat jede Karnevalsgesellschaft ihre eigene Mütze, die sich in Farbe und Stickerei voneinander unterscheiden. Eingeweihten ist es so möglich, den Träger einer Gesellschaft zuzuordnen. Je mehr Strasssteinchen die Mütze aufweist, desto höher ist die Stellung innerhalb der Gesellschaft.

Die höchste Stufe ist erreicht, wenn ein C oder Halbmond die Mütze ziert. Dieses C an der Präsidentenmütze gibt es noch nicht lange, und es entbehrt auch jeder traditionellen Vorgeschichte. Es ist einfach aufgetaucht. Hans Molitor, der vor und während des Krieges Präsident der Ehrengarde war, hat ein solches mit Strasssteinchen besetztes C in einer Funduskiste des Theaters entdeckt und fand es so schön, dass er es an seine Präsidentenmütze steckte. Ferdi Leisten, sein Nachfolger im Präsidentenamt, hat das C dann übernommen. Es dauerte nicht lange, bis andere Präsidenten sich auch so ein C anfertigen ließen. Heute ziert es jede Präsidentenmütze und kaum ein Präsident weiß, wie es dahin gekommen ist.

Karneval heute

Der Karneval wird bei uns am 11. im 11. eröffnet. An diesem Tag wird das Dreigestirn der kommenden Session dem Oberbürgermeister im Rathaus und der Kölner Bevölkerung auf dem Alter Markt vorgestellt. In den einzelnen Gesellschaften werden Elfte im Elften Feiern abgehalten, die schon einen Vorgeschmack auf den kommenden Karneval bieten. So werden z.B. auch schon die Lieder der kommenden Session gemeinsam gesungen. Danach ist bis Januar Ruhe. Meistens am zweiten Januarwochenende findet die feierliche Prinzenproklamation statt, in der das neue Dreigestirn durch den Oberbürgermeister proklamiert und das Dreigestirn der vergangenen Session verabschiedet wird. Danach finden täglich in fast allen Sälen der Stadt Sitzungen und karnevalistische Veranstaltungen statt, die zum großen Teil vom Dreigestirn besucht werden. Darüber hinaus werden Sitzungen in Altenheimen, Schulen und Krankenhäusern abgehalten.

Je näher der Karneval rückt, desto mehr Besucher erscheinen im Kostüm zu den Sitzungen. Ab den letzten zwei bis drei Wochen vor Karneval beginnt die Zeit der Maskenbälle, die parallel zu den Sitzungen laufen. Weiberfastnacht wird der Strassenkarneval auf dem Alter Markt eröffnet. Jetzt verlagert sich der Karneval, obwohl auch noch Bälle und Sitzungen stattfinden, hauptsächlich auf die Strasse.

Karnevalssonntag gehen die Schull- und Veedelszöch durch Köln, an denen sich alle Schulen und Gruppen, nach Voranmeldung, beteiligen können. Alle Teilnehmer tragen eigene Kostüme. Rosenmontag geht dann der Rosenmontagszug durch Köln, an dem die dem Festkomitee angeschlossenen Karnevalsgesellschaften teilnehmen können. Der Zug steht alljährlich unter einem bestimmten Motto. Die Kostüme stellt das Festkomitee.

Weiberfastnacht

Schon im Mittelalter wurde in den Kölner Klöstern am Donnerstag vor Fastnacht die Pfaffenfastnacht gefeiert. Besonders in den Nonnenklöstern muss es hoch hergegangen sein. Aus dem Benediktinerkloster St. Mauritius wird vom Karneval 1729 berichtet, dass man die Fastnacht in voller Lust gefeiert hätte, und alle Nonnen seien verkleidet gewesen. Am Tag wurde getanzt und gesprungen und des Nachts, als die Äbtissin schlafen gegangen war, wurde bei Kaffee und Tee Karten und Dame gespielt.

Dieser Karneval in den Klöstern hatte einen eigenen Namen, man nannte ihn „Mützenbestabelung“. Vielleicht, weil die Nonnen eine Karnevalsmütze auf ihre Hauben setzten. Daraus entwickelte sich das kölsche Wort „Mötzebestot“, das den Inhalt der Weiberfastnacht auf der Straße bildete. Es wurde ein toller Unfug auf den Straßen getrieben. Die Frauen rissen sich gegenseitig ihre Mützen und Hüte vom Kopf. Am Tollsten war dieses Treiben auf dem Alter Markt unter den Gemüseweibern. Das Abreissen der Mützen hatte seinen Sinn im „unter die Haube bringen“. Eine Tochter unter die Haube bringen hieß, sie ins Kloster geben oder verheiraten. Diese Frauen wurden dem Kreis ihrer Freundinnen entzogen und so wehrte man sich auf närrische Weise dagegen. Dieser Brauch hielt sich noch bis etwa 1890.

In den 1830er Jahren erfuhr die Weiberfastnacht eine stärkere Bedeutung. Als 1833 wegen Uneinigkeiten im Comité der Rosenmontagszug ausfiel, ging Weiberfastnacht ein Fackelzug durch die Stadt. 1835 wurde vom Rathaus mit Pauken und Trompeten die Fastnacht eingeläutet, während auf dem Alter Markt der „Mötzebestot“ tobte.

Die Pfaffenfastnacht verschwand mit dem Einzug der Franzosen in Köln, weil diese die Klöster auflösten. Der Mötzebestot auf dem Alter Markt blieb jedoch erhalten, wurde aber immer wüster. Man versuchte nun der Weiberfastnacht durch einen Umzug einen Mittelpunkt zu geben. Dieses Angebot fand bei den Frauen kein Echo. Dagegen bekam die Weiberfastnacht eine neue Note dadurch, dass Wandermusikanten, die sogenannten „Sibbe Gebröder“ und „Harfe Lisger“, die vielfach aus dem Jülicher Land und dem Westerwald kamen, in den Wirtschaften zum Tanz aufspielten.

Die Weiberfastnacht war schon zu Beginn des vorigen Jahrhunderts vorwiegend eine Angelegenheit der Marktfrauen. Nach der Aufhebung der Märkte auf dem Alter Markt im Dritten Reich und dem sozialen Absinken des Marktviertels artete die Feier immer mehr aus. Nur in Mühlheim, was vom Volkstum her dem Bergischen Land verbunden war, wurde noch bis zum letzten Krieg in der ursprünglichen Art gefeiert. Der Festausschuss Kölner Karneval schuf im Dritten Reich eine zeitgemäße Eröffnung des Karnevals, indem Weiberfastnacht die Flagge des Prinzen auf dem Rathausturm gehisst wurde.

Nach dem Krieg erfuhr die Weiberfastnacht durch die Zeitumstände neue Ideen sowie eine Umgestaltung. Sie, die sich vor dem Krieg auf das Mrktviertel beschränkte, rückte nach dem Krieg in die Reihe der Hauptfesttage ein. Die Frauen drängten in die Betriebe, sie wurden wirtschaftlich selbstständiger und durch das Grundgesetz kam die Gleichberechtigung. Das Selbstgefühl der Frauen erhielt einen Auftrieb, und sie ernannten die Weiberfastnacht zu ihrem Tag.

Das Kölner Marktviertel hatte vor dem Krieg seine Bedeutung verloren zu Gunsten der neuen Großmarkthalle an der Bonner Strasse. Die Frauen versuchten ihre Vormachtstellung dort zu behaupten. Hier eröffnete das Dreigestirn 1950 zum ersten Mal die Weiberfastnacht. So blieb es auch in den nächsten zwei Jahren. Ab 9 Uhr strömte die Kölner Bevölkerung zur Markthalle, um dabei zu sein. Dann machte die Polizei wegen Überfüllung der Halle Bedenken geltend. So fiel der Besuch des Dreigestirns 1953 wieder weg. Jetzt veranstalten die Altstädter, die schon vor dem Krieg die Weiberfastnacht auf dem Alter Markt eröffneten, dort eine öffentliche Straßensitzung, auf der das Dreigestirn vorgestellt wurde.

Der Brauch, dass Frauen an Weiberfastnacht den Männern die Krawatten abschneiden, soll erst unmittelbar nach 1945 entstanden sein. Es gehört zum Fastnachtsspaß in Köln. Vermutlich spielt dabei der Gedanke mit, dass die Frauen an Weiberfastnacht das Regiment führen und so den Männern zeigen, wer das Sagen hat. Der Brauch flaut aber aus der heutigen Sicht schon wieder ab. Vielleicht auch deshalb, weil die Männer an Weiberfastnacht kaum noch eine Krawatte tragen.

Der Möhnenkarneval hat in Köln nie eine Rolle gespielt. In ihm haben sich ursprünglich alleinstehende Frauen zusammengeschlossen, denen der Karneval nicht zugänglich war. Die Keimzelle liegt in Beuel. Mittlerweile zieht sich der Möhnenkarneval durch viele Kleinstädte und Dörfer im Rheinland und der Eifel. Die ersten Möhnengeschwader gab es schon Ende der 20er Jahr. In den letzten Jahren ist der Möhnenkarneval förmlich explodiert. Im Rheinland-Pfälzlischen Karneval hat jede Karnevalsgesellschaft auch ihre Möhnengruppe. Es gibt sogar selbstständige Möhnenvereine, die keine Männer aufnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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